Plötzlich krank – Tipps für Betroffene und Angehörige #2

Arztwesen, Krankenpflege und Sachbearbeitung haben alle eines gemeinsam. Es sind Menschen. Und Menschen sind einerseits unterschiedlich kompetent, andererseits unterschiedlich erreichbar. Und neigen zu vorschneller Verurteilung.

Gegen Inkompetenz ist aus der Position des Patienten heraus kein Kraut gewachsen. Ich habe aber die Erfahrung gemacht, dass es ganz Maßgeblichen Einfluss auf den weiteren Interaktionsverlauf hat, wenn:
1. man Symptome, Einschränkungen und Veränderungen im Verlgeich zur Zeit vor der Erkrankung konkret benennen kann
2. man den Menschen, mit dem man zu tun hat, bei seiner Ausgangssituation abholt.

Die Balance zwischen Ernstgenommen werden und zu vehementem Auftreten ist herausfordernd. Zweiteres kann sich leider schnell stark nachteilig für die Betroffenen äußern, beispielsweise als Psychosomatisierung, oder im Falle von Angehörigen beispielsweise im Vorwurf des Münchhausen-by-Proxy-Syndroms.

Eine Blaupause für die Interaktion gibt nicht.

Um Sprachfähigkeit zu erlangen, hilft die Führung eines Krankentagebuchs oder Symptomtagebuchs. Ich habe die Tabelle, die ich verwendet habe, modifiziert, erweitert und versucht allgemeiner Einsetzbar zu machen, mit einigen primitiven Auswertungsfunktionen.

Long Covid Symptomtagebuch Vorlage.ods